Corazza bester Privatfahrer in DRM
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(gpp) – „Ich hab´ mir die Hände verbrannt, der Fahreranzug ist total verdreckt und es hat doch nichts geholfen“ - zunächst war der Oelsnitzer Peter Corazza schon kräftig sauer, dass er bei der zweiten Wertungsprüfung (WP) des zweiten Rallyetages der Int. ADAC-3-Städte-Rallye mit Start und Ziel in der niederbayerischen Gäubodenmetropole Straubing mit einem irreparablen Antriebswellenschaden am Honda Civic Type-R ausgefallen war. Denn schon am total verregneten Freitag hatte sich der Fahrsicherheits-Intruktor auf dem Hohenstein-Ernstthaler „Sachsenring“ ärgern müssen. Zwar nicht über das Regenwetter, „das war soweit okay, da sind wir hinter den schnellen Schweden in unserer Klasse die zweitbeste Zeit gefahren!“ sondern über einen Teilnehmer aus Tschechien, der eine Startnummer vor Peter Corazza und seiner Beifahrerin und Lebensgefährtin Mandy Querengässer, und damit eine Minute vor diesen in jede WP gestartet wurde. „In vieren dieser sechs nächtlichen, total verregneten WP´s bin ich etwa nach der Hälfte der Strecke auf ihn aufgelaufen und er hat mich nur ein einziges Mal vorbei gelassen!“ Corazza, der ansonsten die Ruhe selbst ist, tobte fast jedes Mal, wenn die beiden Rallye-Teams ein WP-Ziel erreichten, und das Honda-Team „wieder wertvolle Sekunden verloren“ hatte. Dass am Ende dieses Tages doch noch der dritte Rang in der Klasse für das Plauener Honda-Team Schmack heraussprang, war wenigstens „ein kleines Trostpflaster“. Für den Samstag hatten die Mechaniker um Teamchef Manfred Schmack (Konradsreuth) den Civic Type-R von Asphalt- auf ein Schotterfahrwerk umgebaut und in diesen Umbau auch zwei neue Antriebswellen eingeschlossen. Dennoch sprang im Angesicht des Zieles der ersten samstäglichen WP auf dem Standortübungsplatz in Metting eine Antriebswelle heraus, und Peter Corazza musste in der Prüfung reparieren um überhaupt das WP-Ziel zu erreichen. Auf der Anfahrt zur nächsten WP passierte dieses Malheur noch dreimal (!); und jedes Mal war dieselbe Prozedur zu erledigen: Auto anhalten, aufbocken, Rad abbauen, Antriebswelle wieder einstecken (was wegen der immer mehr abgescherten Verzahnung zwar immer einfacher wurde, aber letztlich natürlich dazu führte, dass die Welle immer wieder und immer schneller aus ihrer Führung rutschte), Rad wieder aufziehen, Auto ablassen – und versuchen, weiter zu fahren. „In den letzten drei Minuten unserer Karenzzeit sind wir in die WP zwei gestartet und nach wenigen Metern ist die Welle erneut heraus gerutscht und dann war´s endgültig aus!“ Und als der Oelsnitzer dann so weit war, sich immer mehr zu ärgern, konnte er beobachten, wie seine direkten Kontrahenten um den fünften Platz in der Deutschen Rallyemeisterschaft und vor allem um den offiziellen Titel des besten Privatfahrers immer weniger wurden. „Einer nach dem anderen fiel ebenfalls aus“, so Peter Corazza und Mandy Querengässer immer besser gelaunter, und am späten Nachmittag war klar, „wir haben in all unserem Unglück doch noch Glück gehabt!“ Die beiden Oelsnitzer haben ihren fünften Platz in der Deutschen Rallyemeisterschaft behalten und sind offizielle, beste Privatiers in der Deutschen Rallyemeisterschaft 2002. „Damit hat die Saison doch noch ein befriedigendes Ende gefunden und wir können froh sein, dass wir mit Saisonbeginn so gut aussortiert waren und schon von Anfang an wichtige Punkte gesammelt haben, von denen wir jetzt zehren konnten!“ Zur gleichen Zeit absolvierte die Rennabteilung vom Plauener Honda-Team Schmack den zehnten und letzten Lauf zur BFGoodrich-Langstreckenmeisterschaft auf der Nordschleife des Nürburgringes und brachte die Rennversion des Schmack-Honda Civic Type-R in seiner mit 13 Startern dicht besetzten Klasse der verbesserten Fahrzeuge bis 2000 ccm Hubraum mit Platz neun noch unter die Top Ten. Im Training waren Wilfried Schmitz (Setterich) und sein neuer Teampartner Olaf Neunkirchen (Siegburg) innerhalb von vier Runden und mit einer Zeit von 12:37,157 min. auf den siebten Startplatz in ihrer Klasse gefahren, und damit in der zweiten Startgruppe von Platz 21 aus ins Rennen gegangen. Dort wurde die schnellste Zeit von 11:27,579 min. in der elften Runde gefahren, und nach insgesamt 19 Runden über Nordschleife und die Kurzanbindung des Grand-Prix-Kurses landeten die beiden Westdeutschen in ihrer Klasse auf Platz neun und wurden im Gesamtklassement unter 160 Teilnehmern noch 90. |