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Das Maß der 2-Liter Klasse

(gpp) – Auch beim fünften Lauf zur Int. Deutschen Rallyemeisterschaft, der Int. ADAC-Eifel-Rallye mit Start und Ziel im idyllischen Eifelstädtchen Daun, waren die drei HONDA Civic Type-R von der sächsischen Rallye-Schmiede von Schmack-Motorsport (Plauen) das Maß der seriennahen Zwei-Liter-Klasse. Dies unterstreicht ein deutlicher Klassensieg für Peter Zehetmaier/Jürgen Breuer (Rosenheim/Gaildorf), ein dritter Platz für das Mixed-Team Michael Stapel/Ute Haase (Düsseldorf/Mettmann) und ein fünfter Rang für die Pechvögel dieser Rallye, die amtierenden Privatfahrer-Champions der Int. Deutschen Rallyemeisterschaft, Peter Corazza/Steffen Rothe (Oelsnitz/Plauen) unter den zehn gestarteten Teilnehmer in dieser Klasse.

Am ersten Rallyetag über die zwei jeweils zweimal zu befahrenden Wertungsprüfungen (WP) „Pulvermaar“ und „Vulkaneifel“ lieferten sich Corazza/Rothe und Zehetmaier/Breuer einen sehr beeindruckenden Schlagabtausch, bei dem jedes der beiden Teams je zwei WP´s für sich entscheiden konnte und am Ende die südbayerisch/schwäbische Besatzung mit knappen viereinhalb Sekunden die Nase vor dem sächsischen Team vorne hatte. Auf Platz drei rangierten ihre Teamkollegen Stapel/Haase, die das Schmack-Motorsport-Trio gegen die von hinten anrennenden, verschiedenen Lokalmatadoren ´abschirmten`.

Zu Beginn des zweiten Rallyetages über noch einmal sechs, jeweils zweimal zu befahrende WP´s, bei dem erneut trockenes und überaus sonniges Wetter die insgesamt 56 Teams aus dem gesamten Bundesgebiet und dem angrenzenden Ausland auf ihrer ´Hatz` durch die Eifel begleitete, ´versenkten` Corazza/Rothe ihren gut 200 PS-starken Schmack-HONDA Civic Type-R gleich in der ersten WP des Tages nach einer „Rechts-Drei-Kurve“ in einem Graben und benötigten über sechs Minuten, um sich und ihren fahrbaren Untersatz wieder daraus zu befreien. Mit einem schief stehenden linken Vorderrad und stark lädiertem Kotflügel erreichten beide den Service, konnten den Schaden von ihren engagierten Mechanikern jedoch innerhalb kürzester Zeit wieder reparieren lassen. „Ich bin nicht oft neben der Strecke“, ließ der Fahrsicherheits-Instruktor des Hohenstein-Ernstthaler „Sachsenringes“ verlauten, „aber wenn es mich erwischt, dann offensichtlich immer bei der Eifel-Rallye und auch immer richtig!“ Trotz des großen Zeitverlustes gaben Corazza/Rothe weder die Rallye noch sich selbst auf, denn „zum einen möchten wir uns die schönen Prüfungen nicht entgehen lassen, und zum anderen weiß man ja nie, was passiert – vielleicht können wir uns ja doch noch einige wenige Punkte für die Meisterschaft erkämpfen!“

Derweil hatten die für die RG Rosenheim startenden Zehetmaier/Breuer aus ihrer Fahrt das Tempo etwas ´herausgenommen`, „schließlich wollen wir das Material schonen und haben ja gut eine halbe Minute Vorsprung auf die Zweitplatzierten“, und das waren noch immer die für den Mettmanner AC startenden Westfalen, Stapel/Haase im dritten Schmack-Motorsport-HONDA.

Bis zur Pause am frühen Samstagnachmittag hatten Zehetmaier/Breuer mit ihrem Kathrein-RECARO-HONDA Civic Type-R ihre Führung in der Klasse mit drei weiteren Bestzeiten klar behauptet, während Stapel/Haase zwei der vielen Lokalmatadoren kurzfristig den ´Vortritt` lassen mussten und auf Platz vier rangierten. Derweil bereiteten Corazza/Rothe ihre finale Aufholjagd vor und begannen, sich im Gesamt-Klassement peu á peu nach vorne zu arbeiten. Im weiterem Verlauf der Rallye gelangen dem für den MC Hartenstein startenden Team aus Sachsen noch zwei Bestzeiten und am Ende holten sie sich mit Platz fünf doch noch vier der erhofften ´Rest`-Punkte für die Meisterschaft.

Michael Stapel und Ute Haase brachten ihren TÜV-Akademie-May-HONDA Civic Type-R - vor gut 26.000 Zuschauern entlang der 16 Wertungsprüfungen - trotz eines Reifenschaden auf der mit knapp 15 Kilometer längsten Prüfung „Lehwald 2“ („wir mußten über zwei Kilometer mit dem ´Plattfuß` zurücklegen“) auf Platz drei ins Ziel und damit sogar noch auf´s Siegertreppchen.

Peter Zehetmaier/Jürgen Breuer hatten in der gleichen WP ebenfalls einen Reifenschaden zu beklagen und mussten gut zwanzig Sekunden Zeitverlust hinnehmen. Aber mit zwei weiteren, abschließenden Bestzeiten holten sich die beiden hocherfreut und überaus zufrieden ihren zweiten Klassensieg in der laufenden Saison.

In der Zwischenwertung der Int. Deutschen Rallyemeisterschaft rangieren Corazza/Rothe nun auf Platz sieben, Stapel/Haase sind Neunte und Zehetmaier/Breuer haben sich auf Platz zwölf nach vorne gearbeitet. In der Privatfahrer-Wertung sind Corazza/Rothe allerdings momentan auf Platz drei abgerutscht.