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Formkurve zeigt nach oben

(gpp) – An den beiden äußersten, westlichen bzw. östlichen Ecken der bundesdeutschen Republik waren die Renn- und Rallyesportler von Schmack-Motorsport an diesem Wochenende gleich im Doppelpack unterwegs – und dabei auch noch überaus erfolgreich: Denn während die Rennfahrer Ralph P. Rink und Andreas Weiland (Frankfurt/Bad Vilbel) in der “grünen Hölle” der Eifel beim vorletzten Lauf zur BFGoodrich-Langstreckenmeisterschaft agierten und sich mit ihrem bereits vierten Klassensieg die Chance auf den Gewinn des HONDA-Civic Type-R-Cups offen hielten, erkämpfte sich das Rallye-Team Peter Zehetmaier/Jürgen Breuer (Stephanskirchen/Gaildorf) mit einem zweiten Platz in der Klasse bei der ADMV-Lausitz-Rallye den endgültigen vierten Platz in der Int. Deutschen Rallyemeisterschaft und eroberte Platz zwei in der Privatfahrer-Wertung.
Dabei hat das baden-württembergisch – südbayerische Duo nach den acht Läufen zum deutschen Rallye-Championat seit März diesen Jahres in der Summe die gleiche Punktzahl errungen, wie die Gewinner der Privatfahrer-Wertung und die Drittplatzierten der Int. Deutschen Rallyemeisterschaft, “aber aufgrund detaillierter Bestimmungen im Kleingedruckten der betreffenden Regularien müssen wir uns – leider – ´hinten anstellen`”, ärgert sich Teamchef Manfred Schmack (Konradsreuth), wohl wissend jedoch, dass sein Team mit dem seriennahen Fahrzeug in der ´kleinen` Klasse bis lediglich zwei Liter Hubraum der eigentlich ´moralische` Sieger ist.
Zu Beginn der dreizehn überaus anspruchsvollen Schotter-Wertungsprüfungen (WP) im Tagebau der Lausitz hielten sich die beiden Rallye-Routiniers zunächst noch etwas zurück und beendeten den ersten Tag über vier WP´s “zum Aufwärmen” ´nur` auf Platz drei in ihrer Klasse. Doch am zweiten Tag zogen beide die Gurte im Schmack-HONDA Civic Type-R dann enger - und bliesen zum Angriff. “Zudem bin ich seit fast zwei Jahren keine richtige Schotterrallye mehr gefahren”, berichtete Peter Zehetmaier, “da braucht´s schon ein paar Meter zum Eingewöhnen!” Dann jedoch purzelten mit dem eigens für die Lausitz-Rallye konzipierten und neu eingebauten Schotterfahrwerk die Zeiten und Zehetmaier/Breuer gelang es sogar, den finnischen Schotterspezialisten bis auf eine halbe Sekunde pro Kilometer dicht auf den Fersen zu bleiben. “Dank der wie immer professionellen Fahrzeug-Vorbereitung im Hause Schmack blieben wir auch wie gewohnt von technischen Unbilden aller Art verschont”, grinsten die beiden am Ziel in Weißwasser und freuten sich wie die Schneekönige über ihren zweiten Platz in der Klasse, und den damit verbundenen, endgültigen vierten Platz (punktgleich mit dem Drittplatzierten) in der Int. Deutschen Rallyemeisterschaft und dem zweiten Rang (ebenfalls punktgleich mit dem Gewinner!) der Privatfahrer-Wertung.
Auf der Nordschleife des berühmt-berüchtigten Nürburgringes wahrten zur gleichen Zeit Ralph P. Rink und Andreas Weiland (Frankfurt/Bad Vilbel) mit ihrem mittlerweile vierten Klassensieg in der BFGoodrich-Langstreckenmeisterschaft die Chance, mit ihrem NGK-Schmack-HONDA Civic Type-R den gleichnamigen Cup beim letzten Rennen in vierzehn Tagen an gleicher Stelle doch noch zu gewinnen. Nach einem total verregneten Training ging Startfahrer Andreas Weiland von Platz vier aus in das über vier Stunden dauernde Langstrecken-Rennen, zu dessen Beginn der Regen bereits wieder nachgelassen hatte. Nach fünf Runden hatte es soweit abgetrocknet, dass Andy Weiland seinen Boxenstopp vorzog, um gleich- und rechtzeitig auf Slick-Reifen wechseln zu können.
Nun übernahm Ring-Spezialist Ralph P. Rink das Steuer und arbeitete sich im Verlauf der nächsten Runden im Klassement peu á peu nach vorne. In der zweiten Rennhälfte, als wieder Andreas Weiland am Steuer saß, hatte das Schmack-Motorsport-Team die Führungsposition in der Klasse der seriennahen Fahrzeuge bis Zwei-Liter Hubraum übernommen und behauptete diese (vor einer grandiosen Zuschauerkulisse mit mehr als 23 000 Zuschauern) auch bis zum Zieleinlauf nach 23 Rennrunden in der “grünen Hölle” der Eifel.
“Diese Saison ist – auch wenn im Rennbereich noch nicht endgültig abgeschlossen – unsere bislang erfolgreichste!”, kommentierte Teamchef Schmack die beiden Ergebnisse von der Lausitz aus und schickte herzliche Grüße und Glückwünsche über den neuen Klassensieg telefonisch in die Eifel.
Gerd Plietsch