Abendroth bester Privatfahrer der DRS
(gpp) – Im Ziel der ADMV-Lausitz-Rallye, dem letzten Lauf der diesjährigen Deutschen Rallye-Serie (DRS) fielen sich Michael Abendroth (Duisburg) und sein Beifahrer Peter Huber (Oberhausen) nicht nur hocherfreut und zufrieden in die Arme, sondern gleichzeitig fiel auch eine enorme Anspannung vom beständigen und erfolgreichen AvD-Schmack-HONDA-Team ab, nach etlichen Vizemeister-Titeln „endlich” auch eine Meisterschaft unter Dach und Fach gebracht zu haben.
Mit drei Klassensiegen und zwei zweiten Plätzen bei den vorangegangenen Läufen der DRS hatten sich die beiden Westfalen zwar eine gute Ausgangsposition geschaffen, aber dennoch waren die Voraussetzungen bei der brandenburgischen Schotterrallye anfangs gar nicht so erfolgversprechend: „Wir hatten von Schmack-Motorsport ein neues Fahrwerk bekommen an das wir uns erst gewöhnen mussten”, so Michael Abendroth und Copilot Peter Huber ergänzte: „Zudem haben uns die tiefen Strecken doch sehr zu denken gegeben!”. Dazu kam, dass sie die letzte, bereits im Dunkeln gefahrene Wertungsprüfung (WP) des Freitages ohne Zusatzscheinwerfer bestreiten mussten, „weil eine unvorhergesehene Verzögerung den Zeitplan überraschenderweise bis in die Nacht verschoben hatte!”
So wurden Abendroth/Huber nach den vier Prüfungen des ersten Tages ´nur` auf Platz drei in ihrer Klasse der seriennahen Fahrzeuge bis 2000 ccm Hubraum notiert – „und die tiefen WP´s standen erst noch am Samstag auf dem Programm”. Da sich etliche der Favoriten im weiteren Verlauf der noch über sieben Prüfungen führenden Rallye in deren weiterem Verlauf diverse, teils sogar irreparable, Schäden an ihren Fahrzeugen holten, schonten und „trugen” Abendroth/Huber ihren Schmack-HONDA Civic Type-R hinsichtlich der erstrebten Endplatzierung „in sehr defensiver Fahrweise” über die WP´s und gaben erst Gas, „als dies auf etwas ebeneren Prüfungen problemloser für das Material möglich war!”
Am Ende nach 161 („wirklich überaus anstrengenden”) WP-Kilometern erreichte das AvD-Schmack-HONDA-Team dann aber doch noch Platz zwei in seiner Klasse, und gewann damit die heiß umkämpfte Privatfahrerwertung der Deutschen Rallye-Serie. „Unser Dank gilt Schmack-Motorsport“, so Michael Abendroth noch auf der Zielrampe, „mit denen ich mittlerweile gut 30 Rallyes gefahren und noch nie wegen eines technischen Defekts ausgefallen bin!” Teamchef Manfred Schmack (Konradsreuth) gab das Kompliment mit der Bemerkung „noch nie so umsichtige Fahrer gehabt zu haben”, gerne zurück
Gerd Plietsch